Das Kartonmodell der Zlín Z-37A Čmelák im Maßstab 1:33 stammt aus dem Programm des slowakischen Verlags QUASImodels mit der Nr. Q03 (08/2026).
Dargestellt wird das bekannte tschechoslowakische Agrarflugzeug, das ab 1971 in dieser Ausführung gefertigt wurde.
Der Modellbaubogen ist für fortgeschrittene und erfahrene Kartonmodellbauer ausgelegt. Die detaillierte Konstruktion und die zahlreichen Bauteile machen den Bau anspruchsvoll, bieten dafür aber auch ein besonders interessantes und originalgetreues Bauerlebnis.
Es enthält vier Markierungsvarianten : zwei tschechische (OK-HJ C, OK-AJZ), eine slowakische (OM-AIT) und eine deutsche (DM-SUF).
Hersteller: QUASIModells
Skala: 1:33
Anweisungen: Bebilderte Bauanleitung
Sprache: Slowakisch
Anzahl der Teile: 580
Blätter mit Teilen: 12
Blattgröße: A4 (210 x 297 mm)
Druck: Offsetdruck
Ursprungsland: Slowakische Republik
Schwierigkeitsgrad: 5/5
Warum heißt sie „Čmelák“?
Čmelák bedeutet auf Tschechisch Hummel bzw. „Bumblebee“. Der Name passt ziemlich gut: Das Flugzeug ist kompakt, kräftig motorisiert und hat einen auffallend großen Rumpf mit einem relativ kleinen Cockpit.
Die Z-37 wurde Anfang der 1960er Jahre in der damaligen Tschechoslowakei entwickelt. Der Prototyp XZ-37 flog erstmals am 29. Juni 1963.
Entwickelt wurde sie gemeinsam von LET Kunovice und Moravan Otrokovice.
Ein Flugzeug, das von Anfang an für Landwirtschaft gebaut wurde
Das Interessante ist: Die Z-37 war kein normales Flugzeug, das später zum Agrarflugzeug umgebaut wurde. Sie wurde speziell für landwirtschaftliche Arbeiten konstruiert.
Hinter dem Piloten befand sich der große Behälter für Flüssigkeiten oder pulverförmige Mittel. Damit konnte die Maschine beispielsweise:
- Felder spritzen
- Dünger ausbringen
- Pflanzenschutzmittel verteilen
- in der Forstwirtschaft eingesetzt werden
Die landwirtschaftliche Ausrüstung war direkt in die Konstruktion integriert. Die Z-37 konnte etwa 600 kg bzw. rund 650 Liter Ausbringmaterial aufnehmen.
Besonders für den Agrarflug war auch das Fahrwerk ausgelegt: breit, hochbeinig und robust, damit die Maschine auf einfachen Feldflugplätzen operieren konnte.
Der Motor ist für ein Modell besonders interessant
Die Z-37A besitzt einen neunzylindrigen luftgekühlten Sternmotor Avia M-462RF.
Je nach Quelle werden etwa 310–317 PS angegeben. Dazu kommt ein zweiblättriger Verstellpropeller.
Das ist wahrscheinlich eines der attraktivsten Details der Z-37 als Modell: Der große Sternmotor sitzt völlig frei vorne am Flugzeug und dominiert die Optik.
Technische Daten der Z-37A:
| Z-37A | |
|---|---|
| Länge | 8,55 m |
| Spannweite | 12,22 m |
| Höhe | ca. 2,90 m |
| Flügelfläche | 23,8 m² |
| Motor | Avia M-462RF |
| Leistung | ca. 315 PS |
| Höchstgeschwindigkeit | ca. 210–216 km/h |
| Reichweite | ca. 640 km |
| Nutzlast | bis ca. 600 kg Chemikalien |
| Besatzung | 1 Pilot + ggf. Mechaniker |
Die Angaben schwanken je nach Quelle und Ausführung etwas. Das Letecké muzeum Kunovice nennt beispielsweise 12,22 m Spannweite, 8,55 m Länge, 2,90 m Höhe und 282 kW Motorleistung.
Besonders interessant: DDR und Interflug
Für deutsche Modellbauer ist die Z-37A auch deshalb interessant, weil sie in der DDR sehr verbreitet war.
Die Interflug bzw. deren Agroflug-Bereich setzte zahlreiche Čmelák ein. Ein erhaltenes Exemplar im Luftfahrtmuseum Kunovice wurde beispielsweise 1968 gebaut und trug die Kennung DM-SNK bzw. später DDR-SNK.
Eine Quelle des IPMS Deutschland nennt sogar 243 Z-37 in unterschiedlichen Varianten bei Interflug.
Damit ist die Z-37A ein schönes Beispiel für ein Flugzeug, das heute außerhalb Tschechiens vielleicht etwas exotisch wirkt, in der DDR aber zum alltäglichen Bild der Landwirtschaft gehörte.
Sie konnte allerdings mehr als nur spritzen
Die Z-37 wurde auch für andere Aufgaben verwendet:
- Schleppen von Segelflugzeugen
- Schleppen von Werbebannern
- Schulung
- Transport
- Rundflüge
- Beobachtung
- teilweise Feuerlöschaufgaben
Es gab deshalb mehrere Varianten. Die Z-37A-2 war beispielsweise eine zweisitzige Schulversion. Die spätere Z-37T Agro Turbo erhielt schließlich einen Turboprop-Antrieb und größere Tragflächen.
Produktion
Die Serienproduktion begann 1965. Insgesamt entstanden je nach Zählweise etwa 700 Maschinen in den verschiedenen Varianten. Das Luftfahrtmuseum Kunovice nennt 713 einsitzige landwirtschaftliche Maschinen plus 29 zweisitzige Schulflugzeuge.
Das erklärt auch, warum man heute noch relativ viele erhaltene Čmelák findet.
Besonders interessant:
Die Z-37A als Kartonmodell in 1:33 ist ein ziemlich reizvolles Modell. In diesem Maßstab hätte sie ungefähr:
- Länge: 25,9 cm
- Spannweite: 37,0 cm
- Höhe: 8,8 cm
Der Sternmotor, das Fahrwerk, der große Chemikalienbehälter und die auffälligen Streben geben dem Modell einiges an Detailmöglichkeiten.