des WAK-Verlages
Maßstab: 1:200
Autor: FP Yuste
Schwierigkeitsgrad: 3/5
Anzahl der Bögen mit Teilen: 15
Anzahl der Montagezeichnungen: 60
Verfügbares Zubehör: lasergeschnittene Rahmen, lasergeschnittene Reling, Metallrohre
Das Modell stellt den deutschen leichten Kreuzer SMS Breslau aus dem Ersten Weltkrieg dar.
Es besteht die Möglichkeit, eine von drei Varianten zu bauen: SMS Breslau (1914), Midilli (1914) und Midilli (1915).
Mittelschweres Modell.
Die Bauanleitung ist in Polnisch und Englisch.
Abmessungen des Modells:
Länge: 70 cm
Breite: 7 cm
Die SMS Breslau war ein deutscher Kleiner Kreuzer der Magdeburg-Klasse, der im Ersten Weltkrieg eine ungewöhnliche Karriere hatte. Das Schiff wurde 1911 bei der AG Vulcan in Stettin vom Stapel gelassen und 1912 in Dienst gestellt. Es war mit der SMS Goeben Teil der deutschen Mittelmeerdivision.
Die berühmte Flucht 1914
Als im August 1914 der Erste Weltkrieg begann, befanden sich Breslau und Goeben im Mittelmeer. Beide Schiffe mussten den britischen Seestreitkräften entkommen und erreichten schließlich über Messina und die Ägäis die Dardanellen. Die spektakuläre Flucht nach Konstantinopel gilt als eine der bekanntesten deutschen Marineoperationen zu Beginn des Krieges.
Da das Osmanische Reich zu diesem Zeitpunkt noch offiziell neutral war, wurden beide Schiffe am 16. August 1914 formal an die osmanische Marine übergeben. Die Breslau erhielt den Namen Midilli, nach dem türkischen Namen der Insel Lesbos. Die deutsche Besatzung blieb jedoch an Bord und trug fortan osmanische Uniformen.
Einsatz im Schwarzen Meer
Als Midilli nahm der Kreuzer anschließend an zahlreichen Operationen gegen Russland teil. Zusammen mit der ehemaligen Goeben, die nun Yavuz Sultan Selim hieß, operierte er hauptsächlich im Schwarzen Meer.
Die Midilli legte Minenfelder, beschoss russische Küstenziele und Häfen und griff feindliche Schiffe an. Besonders eng war dabei die Zusammenarbeit mit der Yavuz. Die beiden ehemaligen deutschen Schiffe bildeten praktisch das Rückgrat der modernen osmanischen Flotte.
Interessant ist, dass die Midilli auch Aufgaben übernahm, die über den klassischen Kreuzereinsatz hinausgingen. Wegen der schwierigen Versorgungslage transportierte sie beispielsweise Truppen und Nachschub zu osmanischen Stützpunkten am Schwarzen Meer.
Das Ende der Midilli
Am 20. Januar 1918 nahm die Midilli gemeinsam mit der Yavuz an einem Vorstoß in der Ägäis teil. Vor der Insel Imbros geriet sie in ein britisches Minenfeld. Der Kreuzer lief auf mehrere Minen und sank innerhalb kurzer Zeit. Der größte Teil der Besatzung kam dabei ums Leben.
Damit endete die Geschichte eines Schiffes, das innerhalb weniger Jahre unter zwei verschiedenen Flaggen und zwei verschiedenen Namen diente: zunächst als deutsche SMS Breslau, anschließend als osmanische Midilli.