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Seebäderschiff Kronprinz Wilhelm (Neptunwerk Rostock 1910) im Bauzustand zwischen 1910 und 1918 1:250
zur Zeit nicht lieferbar
Seebäderschiff Kronprinz Wilhelm im Bauzustand zwischen 1910 und 1918 als Kartonmodellbausatz (Wasserlinienmodell) des mdk-Verlages (Bestell-Nr. 7089 aus dem Jahr 2011) im Maßstab 1:250.
Im Auftrag des Rostocker Kapitäns und Reeders Paul Mestermann legte die Neptunwerft im Frühjahr 1910 unter der Baunummer 306 einen Salon- und Passagierdampfer auf Kiel. Das Schiff lief am 9. März als Kronprinz Wilhelm vom Stapel und machte am 23. April seine Probefahrt. Unstimmigkeiten mit der Rostocker Hafenverwaltung veranlassten Mestermann, den ständigen Liegeplatz des Schiffes von Warnemünde nach Greifswald zu verlegen, dort bot er Fahrten nach Ruden, Swinemünde, Usedom und Rügen an.
Nach einem Sommermanöver in der Ostsee liefen die Linienschiffe Hessen, Preußen, Schlesien und Pommern am letzten Juli-Wochenende 1912 in die Prorer Wiek ein und warfen dort Anker. Feriengäste und Einwohner hatten nun ein paar Tage Gelegenheit, die Schlachtschiffe zu bewundern. Tausende Menschen bevölkerten am Sonntag, dem 28. Juli, die Promenade und die Prinz-Heinrich-Brücke, von der Marinepinassen, Bäderdampfer und Fischerboote Passagiere aufnahmen und sie zu den Kriegsschiffen brachten. Als die Kronprinz Wilhelm am Nachmittag des 28. Juli am vorderen Teil der Seebrücke anlegen wollte, brach ein tragender Balken der Brücke und der Landungssteg stürzte mit rund einhundert Personen ins Wasser. Trotz sofort eingeleiteter Hilfsmaßnahmen verloren 16 Menschen ihr Leben. Dieses Ereignis war Anlass zur Gründung der DLRG.
Obwohl die Kronprinz Wilhelm keine direkte Schuld traf, wurde sie in Greifswald für das Unglück mitverantwortlich gemacht. Doch nicht nur deshalb verließ Mestermann die Boddenstadt wieder. Hier war das Fahrgastaufkommen bedeutend geringer als in Rostock, der Reeder hatte sich inzwischen auch mit der Rostocker Hafenverwaltung geeinigt. Also verlegte Mestermann den Liegeplatz seines Bäderdampfers wieder nach Warnemünde. In der Zeit des Aufschwungs der Bäderschifffahrt zwischen 1912 und 1914 steuerte die Kronprinz Wilhelm die Seebäder Arendsee, Heiligendamm, Graal-Müritz, Brunshaupten und gelegentlich auch die dänische Insel Møn an.
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs nahm der Ausflugsverkehr stark ab. Ende August 1914 erhielt Mestermann den Befehl, sich mit seiner Kronprinz Wilhelm in Wilhelmshaven zu melden, dort sollte der Dampfer ab dem 27. September als Hilfsschiff für die Kaiserliche Marine Kurier- und Transportaufgaben übernehmen und die auf Reede liegenden Flottenverbände versorgen. Zur Schiffsbesatzung gehörte neben Kapitän Mestermann und seinem Sohn Hans auch Matrose Paul Hahn, der bis zum Sommer 1916 an Bord blieb. Im Sommer 1917 kam es zu ausgedehnten Unruhen in der Marine des Deutschen Reichs, die sich hauptsächlich in und vor Wilhelmshaven abspielten. Auf der Prinzregent Luitpold und ihrem Schwesterschiff Friedrich der Große meuterten Matrosen und Heizer. Auslöser der Rebellion waren neben mangelhafter Versorgung die schikanöse Behandlung der Mannschaft durch die Offiziere. Während der Unruhen transportierte die Kronprinz Wilhelm schwer bewaffnete Infanteristen zu den Kriegsschiffen, nach der Niederschlagung des Aufstands brachte sie verhaftete Matrosen und Heizer nach Wilhelmshaven. Das Rostocker Hilfsschiff wurde nach Kriegsende vom Militärdienst entpflichtet und Mestermann kehrte mit seinem Dampfer nach Warnemünde zurück. (danke Wikipedia!)
Modelllänge: 13,8 cm!
Deutsche Bauanleitung ergänzen Montagezeichnungen und Hinweise auf den Ausschneidebögen.
Im Auftrag des Rostocker Kapitäns und Reeders Paul Mestermann legte die Neptunwerft im Frühjahr 1910 unter der Baunummer 306 einen Salon- und Passagierdampfer auf Kiel. Das Schiff lief am 9. März als Kronprinz Wilhelm vom Stapel und machte am 23. April seine Probefahrt. Unstimmigkeiten mit der Rostocker Hafenverwaltung veranlassten Mestermann, den ständigen Liegeplatz des Schiffes von Warnemünde nach Greifswald zu verlegen, dort bot er Fahrten nach Ruden, Swinemünde, Usedom und Rügen an.
Nach einem Sommermanöver in der Ostsee liefen die Linienschiffe Hessen, Preußen, Schlesien und Pommern am letzten Juli-Wochenende 1912 in die Prorer Wiek ein und warfen dort Anker. Feriengäste und Einwohner hatten nun ein paar Tage Gelegenheit, die Schlachtschiffe zu bewundern. Tausende Menschen bevölkerten am Sonntag, dem 28. Juli, die Promenade und die Prinz-Heinrich-Brücke, von der Marinepinassen, Bäderdampfer und Fischerboote Passagiere aufnahmen und sie zu den Kriegsschiffen brachten. Als die Kronprinz Wilhelm am Nachmittag des 28. Juli am vorderen Teil der Seebrücke anlegen wollte, brach ein tragender Balken der Brücke und der Landungssteg stürzte mit rund einhundert Personen ins Wasser. Trotz sofort eingeleiteter Hilfsmaßnahmen verloren 16 Menschen ihr Leben. Dieses Ereignis war Anlass zur Gründung der DLRG.
Obwohl die Kronprinz Wilhelm keine direkte Schuld traf, wurde sie in Greifswald für das Unglück mitverantwortlich gemacht. Doch nicht nur deshalb verließ Mestermann die Boddenstadt wieder. Hier war das Fahrgastaufkommen bedeutend geringer als in Rostock, der Reeder hatte sich inzwischen auch mit der Rostocker Hafenverwaltung geeinigt. Also verlegte Mestermann den Liegeplatz seines Bäderdampfers wieder nach Warnemünde. In der Zeit des Aufschwungs der Bäderschifffahrt zwischen 1912 und 1914 steuerte die Kronprinz Wilhelm die Seebäder Arendsee, Heiligendamm, Graal-Müritz, Brunshaupten und gelegentlich auch die dänische Insel Møn an.
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs nahm der Ausflugsverkehr stark ab. Ende August 1914 erhielt Mestermann den Befehl, sich mit seiner Kronprinz Wilhelm in Wilhelmshaven zu melden, dort sollte der Dampfer ab dem 27. September als Hilfsschiff für die Kaiserliche Marine Kurier- und Transportaufgaben übernehmen und die auf Reede liegenden Flottenverbände versorgen. Zur Schiffsbesatzung gehörte neben Kapitän Mestermann und seinem Sohn Hans auch Matrose Paul Hahn, der bis zum Sommer 1916 an Bord blieb. Im Sommer 1917 kam es zu ausgedehnten Unruhen in der Marine des Deutschen Reichs, die sich hauptsächlich in und vor Wilhelmshaven abspielten. Auf der Prinzregent Luitpold und ihrem Schwesterschiff Friedrich der Große meuterten Matrosen und Heizer. Auslöser der Rebellion waren neben mangelhafter Versorgung die schikanöse Behandlung der Mannschaft durch die Offiziere. Während der Unruhen transportierte die Kronprinz Wilhelm schwer bewaffnete Infanteristen zu den Kriegsschiffen, nach der Niederschlagung des Aufstands brachte sie verhaftete Matrosen und Heizer nach Wilhelmshaven. Das Rostocker Hilfsschiff wurde nach Kriegsende vom Militärdienst entpflichtet und Mestermann kehrte mit seinem Dampfer nach Warnemünde zurück. (danke Wikipedia!)
Modelllänge: 13,8 cm!
Deutsche Bauanleitung ergänzen Montagezeichnungen und Hinweise auf den Ausschneidebögen.