Maßstab: 1:400
Blätter: 4 x A4
Herstellungsjahr: 2008
Länge: 210 mm
Anzahl der Teile: 209/556
Schwierigkeitsgrad: 2/3
ie SFPA Hirta war beziehungsweise ist eines der auffälligsten schottischen Fischerei-Patrouillenschiffe, das für die Überwachung der Gewässer rund um Schottland eingesetzt wurde. Der Name stammt von Hirta, der größten Insel des abgelegenen St.-Kilda-Archipels im Atlantik — ein Name, der gut zu einem Schiff passt, das oft in rauen nördlichen Gewässern arbeitet.
Das Schiff wurde gebaut, um die Einhaltung der Fischereigesetze zu kontrollieren. Seine Aufgabe war nicht militärisch im klassischen Sinn, sondern eher eine Mischung aus:
- Seepolizei
- Umweltüberwachung
- Kontrolle der Fischerei
- Schutz maritimer Ressourcen
An Bord konnten Inspektoren prüfen:
- ob Fangquoten eingehalten wurden
- ob Fanggebiete korrekt genutzt wurden
- ob illegale Netze eingesetzt wurden
- ob Sicherheitsvorschriften beachtet wurden
Die Hirta ist deutlich größer als viele ältere Fischereischutzboote. Mit ihrer Länge von rund 84 Metern wirkt sie eher wie ein modernes Behörden- oder Forschungsschiff als wie ein klassisches Patrouillenboot.
Technisch war sie für lange Einsätze auf See ausgelegt:
- sehr gute Seetüchtigkeit im Nordatlantik
- große Reichweite
- moderne Radaranlagen
- Arbeitsboote für Kontrollteams
- stabile Arbeitsplattform bei schlechtem Wetter
Ein wichtiger Vorteil war ihre Fähigkeit, auch bei schwerem Seegang relativ ruhig zu arbeiten. Gerade in den oft rauen Gewässern westlich von Schottland ist das entscheidend, weil kleine Kontrollboote dort schnell an ihre Grenzen kommen.
Im Gegensatz zu einem Kriegsschiff war die Hirta nicht stark bewaffnet. Ihr Zweck war vor allem Präsenz zu zeigen. Schon allein das Erscheinen eines solchen Schiffes konnte oft genügen, um Fischereifahrzeuge zur Zusammenarbeit zu bewegen.
Interessant ist, dass solche Schiffe heute oft mehrere Aufgaben gleichzeitig übernehmen:
- Fischereischutz
- Umweltbeobachtung
- Seenotunterstützung
- Unterstützung wissenschaftlicher Arbeiten
Damit ist die Hirta weniger ein klassisches Patrouillenboot als eher ein multifunktionales Behördenfahrzeug für den Schutz der schottischen Seegebiete.