Maßstab: 1:24
Autor: Ján Priškin
Nr.: YM021
Technische Daten:
Motor – Renault-Gordini EF1 Turbo 90 ° V6
Zylinderkapazität – 1492 cm³
Leistung – 380 kW bei 11.000 U/min
Drehmoment – 372 Nm bei 9.600 U/min
Clutch – Borg & Beck
Getriebe – 6 -Gang Hewland FGA400
Chassis – Aluminium-Monocoque
Achsen - vorne - Doppelquerlenker, innenliegende Blattfedern
- hinten - parallele untere Querlenker, einfache obere Querlenker, doppelte Radialquerlenker, externe Federn
Stoßdämpfer - Pferde
Bremsen - Lockheed/Girling
Radstand – 2490 mm
Spurweite vorn/hinten – 1560 / 1609 mm
Länge / Breite / Höhe – 4500 / 2000 / 1200 mm
Gewicht – 605 kg
Reifen - Michelin
Der Renault RS01 – Beginn einer neuen Ära
Der Renault RS01 war das erste Formel-1-Auto mit einem 1,5-Liter-Turboaufladungsmotor – zu einer Zeit, in der alle anderen Teams noch auf große, frei saugende 3-Liter-Motoren setzten. Renault wagte etwas völlig Neues und riskantes.
Debüt beim GP von Großbritannien 1977
Der Große Preis von Großbritannien am 16. Juli 1977 in Silverstone markierte das erste F1-Rennen eines Turbowagens überhaupt. Der RS01 wurde von Jean-Pierre Jabouille gefahren.
Renault trat nur mit einem einzigen Auto an und war ursprünglich eher auf Tests ausgerichtet als auf den Kampf um Punkte.
Die Geburtsstunde des „Gelben Teekessels“
Wegen häufiger Rauch- und Dampfwolken erhielt der RS01 schnell den Spitznamen
„Yellow Teapot“ (Gelber Teekessel).
Beim Debüt zeigte sich das Problem sofort: Der Turbo war innovativ, aber extrem störanfällig.
- Qualifying: ordentliche Pace, aber noch nicht konkurrenzfähig
- Rennen: Jabouille musste nach wenigen Runden mit Turboladerschaden aufgeben
- Trotzdem sorgte der RS01 für enormes Interesse – niemand hatte je ein Auto mit dieser Technik gesehen
Warum der RS01 trotzdem Geschichte schrieb
Auch wenn das Debüt sportlich enttäuschend war, war es technologisch ein Wendepunkt:
- Renault bewies, dass Turbos in der Formel 1 funktionieren können
- Die anfangs belächelte Idee wurde später zur dominierenden Technologie der 1980er
- Ohne den RS01 gäbe es viele legendäre Turbo-Äras (Renault, Ferrari, BMW, Honda) nicht
Nachwirkung
1979 gewann Renault mit dem RS10 das erste Turbo-Rennen überhaupt – und der Weg zur Turbo-Dominanz war frei. Heute gilt der RS01 als Meilenstein der F1-Technikgeschichte.