Maßstab: 1:33
Designer: M. Kudelski & M. Szklarczyk
Schwierigkeitsgrad: 3/5
Anzahl der Teilebögen: 5
Anzahl der Montagezeichnungen: 40
Verfügbares Zubehör: lasergeschnittene Rahmen, Verkleidung
Die PZL TS-11 Iskra ist ein zweisitziges Schul- und Trainingsflugzeug mit Strahlantrieb, das in Polen während des Kalten Krieges entwickelt wurde. Ihr Name „Iskra“ bedeutet auf Polnisch „Funke“.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Iskra das erste vollständig in Polen entwickelte Strahlflugzeug war, das in größerer Stückzahl gebaut wurde. Die Entwicklung begann Ende der 1950er-Jahre, als die polnische Luftwaffe ein modernes Flugzeug zur Ausbildung von Jetpiloten benötigte. Der Erstflug fand 1960 statt, und schon wenige Jahre später wurde die Maschine regulär eingesetzt.
Optisch wirkt die Iskra recht elegant und kompakt. Sie besitzt zwei hintereinander angeordnete Sitze für Flugschüler und Fluglehrer. Das Flugzeug war bewusst gutmütig ausgelegt: Es sollte Anfängern den Übergang von Propellerflugzeugen auf deutlich schnellere Jets erleichtern. Gleichzeitig war es leistungsfähig genug, um fortgeschrittene Flugmanöver und Kunstflug zu trainieren.
Obwohl sie hauptsächlich als Schulflugzeug diente, konnte die Iskra auch bewaffnet werden. Einige Varianten waren mit einer Bordkanone sowie Raketen oder Bomben ausgerüstet und konnten für leichte Angriffs- oder Aufklärungsaufgaben eingesetzt werden. Für einen echten Kampfeinsatz gegen moderne Jagdflugzeuge war sie jedoch nicht vorgesehen.
Ein interessantes Kapitel ihrer Geschichte ist der Wettbewerb um das Standard-Schulflugzeug des Warschauer Paktes. Die Iskra trat gegen die tschechoslowakische Aero L-29 an, verlor jedoch den Wettbewerb. Dadurch blieb ihre Verbreitung weitgehend auf Polen und einige wenige Exportkunden beschränkt. Der wichtigste ausländische Nutzer war Indien.
Über Jahrzehnte hinweg war die Iskra das Rückgrat der polnischen Pilotenausbildung. Generationen von Militärpiloten machten auf ihr ihre ersten Erfahrungen mit Strahlflugzeugen. Außerdem wurde sie durch die Kunstflugstaffel „Biało-Czerwone Iskry“ bekannt, die bei Flugshows spektakuläre Formationsflüge zeigte.
Heute hat die Iskra ihren aktiven Militärdienst weitgehend beendet. Moderne Trainingsjets haben ihre Rolle übernommen. Dennoch genießt sie in Polen einen beinahe legendären Ruf. Für viele Luftfahrtfans ist sie nicht nur ein Schulflugzeug, sondern ein Symbol für die Leistungsfähigkeit der polnischen Luftfahrtindustrie während des Kalten Krieges.
Ein typischer Eindruck von Piloten, die die Iskra geflogen haben: Sie war kein besonders schnelles oder stark motorisiertes Flugzeug, galt aber als zuverlässig, angenehm zu fliegen und hervorragend für die Ausbildung geeignet – genau das, was man von einem guten Trainer erwartet.
Aussagekräftige Bauzeichnungen und Montageskizzen begleiten polnische Bauanleitung.