Maßstab: 1:250
Größe: 43,4 x 6,9cm
Teile: 350
Bogen: 10 Din A4
Schwierigkeitsgrad: 3
Die MV Earl Granville wurde Anfang der 1970er Jahre ursprünglich für den skandinavischen Fährbetrieb gebaut und fuhr zuerst unter dem Namen „Viking 4“ für die Viking-Line-Umgebung im Ostseeraum. Sie war also zunächst eine klassische Ostsee-RoRo-Fähre für Autos und Passagiere.
Erst später kam sie nach Großbritannien: In den frühen 1980er Jahren wurde das Schiff von einem britischen Betreiber übernommen und in „Earl Granville“ umbenannt. Ab diesem Zeitpunkt wurde sie Teil der bekannten Sealink-Flotte, die damals den Fährverkehr von Großbritannien nach Frankreich, Belgien und vor allem zu den Kanalinseln betrieb.
In dieser Zeit war sie besonders auf der Route von Portsmouth zu den Kanalinseln (Jersey und Guernsey) im Einsatz. Genau dort wurden viele dieser großen „Earl“-Schiffe eingesetzt – oft im Wettbewerb mit anderen Fährgesellschaften, was zu einem ziemlich harten Preiskampf im Kanal führte.
Optisch war die Earl Granville typisch für die 1980er Jahre: eine große Autofähre mit breiten Fahrzeugdecks, hohen Aufbauten und relativ schnörkellosem Design – gebaut für Kapazität und Effizienz, nicht für Luxus. Sie war Teil der Phase, in der die klassischen britischen Staatsfähren (Sealink war aus der britischen Eisenbahnstruktur entstanden) zunehmend unter Konkurrenzdruck gerieten.
Später endete ihre Karriere bei Sealink, und wie viele Schiffe dieser Generation wurde sie verkauft und im Ausland weitergenutzt.
Kurz gesagt:
- gebaut als skandinavische Fähre (Viking 4)
- später in Großbritannien als Sealink-Fähre „Earl Granville“ eingesetzt
- hauptsächlich Kanalinseln-Verkehr
- kein ursprüngliches SeaLink-Schiff, sondern später übernommen