Maßstab: 1:400
Blätter: 2 x A4
Herstellungsjahr: 1943
Länge: 315 mm
Anzahl der Teile: 330
Schwierigkeitsgrad: 3
Die IJN Shimakaze war ein japanischer Zerstörer des Zweiten Weltkriegs und gilt bis heute als einer der experimentellsten und schnellsten Zerstörer seiner Zeit.
IJN Shimakaze
Sie wurde für die kaiserlich japanische Marine (Imperial Japanese Navy) gebaut und 1943 in Dienst gestellt – also relativ spät im Krieg. Die Shimakaze war kein Serienmodell, sondern ein Einzelschiff-Prototyp, mit dem neue Technologien getestet wurden.
Hauptmerkmal: extreme Geschwindigkeit
Das auffälligste an der Shimakaze war ihre Leistung. Sie wurde mit sehr starken Turbinen ausgestattet und erreichte etwa 40+ Knoten (über 75 km/h). Damit gehörte sie zu den schnellsten Zerstörern ihrer Zeit.
Diese Geschwindigkeit sollte ihr eigentlich Vorteile bei:
- Torpedoangriffen
- Flottenaufklärung
- schnellen Rückzügen
geben.
Bewaffnung: „Torpedo-Zerstörer“
Die Shimakaze war stark auf Torpedokampf ausgelegt. Sie führte:
- 15 × 610-mm-Torpedos (Typ 93 „Long Lance“) in fünf Dreifachwerfern
- relativ leichte Artillerie im Vergleich zu späteren Zerstörern
- Flugabwehrgeschütze (die im Kriegsverlauf verstärkt wurden)
Die Typ-93-Torpedos waren extrem leistungsfähig: sehr weitreichend, schnell und mit großem Sprengkopf. Japan setzte große Hoffnungen auf solche Torpedosalven aus der Distanz.
Warum sie besonders war
Die Shimakaze war eine Art „Testplattform“ für eine mögliche neue Zerstörerklasse, die aber nie in Serie ging. Sie kombinierte:
- hohe Geschwindigkeit
- schwere Torpedobewaffnung
- moderne Antriebsanlage
Allerdings zeigte der Krieg auch ihre Probleme:
- hoher Treibstoffverbrauch
- begrenzte Flugabwehr
- wenig praktische Vorteile gegen alliierte Luftüberlegenheit
Einsatz im Krieg
Die Shimakaze wurde vor allem im Pazifik eingesetzt, aber ihre Karriere war kurz. Sie nahm an mehreren Transport- und Geleiteinsätzen teil, wurde aber nie in großem Maßstab in entscheidende Seeschlachten eingebunden.
Im November 1944 wurde sie während eines Einsatzes in der Philippinensee bzw. im Leyte-Gebiet von US-Luftstreitkräften versenkt.
Bedeutung
Heute gilt die Shimakaze als:
- technisches Experiment der IJN
- Symbol für Japans Fokus auf Torpedokriegsführung
- einer der „High-Performance“-Zerstörer des Krieges, die aber strategisch zu spät kamen