Maßstab: 1:400
Blätter: 2 x A4
Herstellungsjahr: 2010
Länge: 175 mm
Anzahl der Teile: 146
Schwierigkeitsgrad: 2
Der IEVOLI BLACK war ein niederländischer AHTS-Mehrzweckschlepper, also ein Schiff, das für mehrere Aufgaben im Offshore-Bereich gebaut wurde. AHTS steht für Anchor Handling Tug Supply — ein Schiffstyp, der vor allem in der Öl- und Gasindustrie eingesetzt wird, um Anker von Bohrplattformen zu verlegen, schwere Lasten zu schleppen und Versorgungsgüter auf See zu transportieren.
Das Schiff fuhr unter niederländischer Flagge und gehörte zu einer Generation moderner Arbeitsschiffe, die nicht nur ziehen konnten, sondern als echte schwimmende Arbeitsplattformen gedacht waren. Solche Schiffe mussten robust gebaut sein, weil sie oft unter schwierigen Wetterbedingungen auf offener See arbeiten.
Typische Aufgaben des IEVOLI BLACK waren:
- Verlegen und Bergen von Ankersystemen
- Schleppen großer Offshore-Anlagen
- Versorgung von Plattformen mit Material
- Unterstützung bei Bergungsarbeiten
- allgemeine Mehrzweckdienste auf See
Besonders wichtig bei einem AHTS-Schiff ist die große freie Arbeitsfläche am Heck. Dort können schwere Ketten, Seile und Spezialausrüstung bewegt werden. Beim IEVOLI BLACK war dieser Bereich für schwere Offshore-Arbeiten ausgelegt und wurde von starken Winden und Zugmaschinen unterstützt.
Ein entscheidender Wert bei solchen Schiffen ist der sogenannte Bollard Pull, also die Zugkraft. Diese gibt an, wie stark ein Schlepper an einem festliegenden Objekt ziehen kann. Beim IEVOLI BLACK war diese Kraft hoch genug, um auch größere Konstruktionen kontrolliert zu bewegen.
Wie viele moderne Offshore-Schiffe verfügte er wahrscheinlich über:
- dynamische Positionierung
- starke Bugstrahlruder
- leistungsfähige Dieselmotoren
- Navigationssysteme für Präzisionsarbeit
Die dynamische Positionierung war besonders nützlich, weil das Schiff dadurch seine Position automatisch halten konnte, selbst bei Wind und Seegang. Das ist wichtig, wenn nahe an Plattformen oder Unterwasseranlagen gearbeitet wird.
Der Name Ievoli stammt von einer Reedereigruppe, die mehrere Spezialschiffe betrieb. Der Zusatz Black war Teil des individuellen Schiffnamens und half bei der Unterscheidung innerhalb der Flotte.
Solche Schiffe sind nach außen oft wenig bekannt, aber in der Offshore-Welt sehr wichtig, weil ohne sie viele Arbeiten auf See gar nicht möglich wären.