Designer: FP Yuste
Schwierigkeitsgrad: 3/5
Anzahl der Bögen mit Teilen: 11
Anzahl der Montagezeichnungen: 37
Verfügbares Zubehör: LC-Spantensatz, lasergeschnittene Reling, Metallrohre
Die SMS Saida war ein historisches Kreuzer‑ und Kriegsschiff der k.u.k. Marine (Österreich‑Ungarische Kriegsmarine), das in der Zeit des Ersten Weltkriegs eine bedeutende Rolle spielte.
Allgemeines
Die SMS Saida wurde zwischen 1911 und 1914 auf der italienischen Werft Cantiere Navale Triestino gebaut und am 1. August 1914, wenige Tage nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, in Dienst gestellt. Sie gehörte zur Novara‑Klasse, einer Serie von Leichten Aufklärungskreuzern (auch „Rapidkreuzer“ genannt), die für ihre Geschwindigkeit und Vielseitigkeit bekannt waren.
Technische Merkmale
Das Schiff war etwa 130 Meter lang, hatte rund 3500 Tonnen Verdrängung und erreichte eine Geschwindigkeit von bis zu 27 Knoten. Es war mit neun 10 cm‑Kanonen, einem 7 cm‑Flak‑Geschütz sowie mehreren Torpedorohren bewaffnet und bot Platz für eine Besatzung von rund 340 Mann.
Einsätze im Ersten Weltkrieg
Während des Krieges diente die SMS Saida vor allem als Flottillenführer und Aufklärungskreuzer im Adriatischen Meer. Sie nahm unter anderem an der Schlacht in der Straße von Otranto 1917 teil, der größten Marineaktion in diesem Kriegsgebiet.
Nachkriegszeit und Verbleib
Nach dem Krieg wurde das Schiff 1919/1920 an Italien abgegeben und in Venezia umbenannt. Es diente dort zunächst als aktives Kriegsschiff und später teilweise als Wohnschiff, bis es 1937 abgewrackt wurde.
Bedeutung
Die SMS Saida ist ein typisches Beispiel für die Marineinnovation der Doppelmonarchie kurz vor und während des Ersten Weltkriegs. Durch ihre Kombination aus Schnelligkeit, Bewaffnung und Einsatzflexibilität war sie in den engen Seewegen des Mittelmeers ein wertvolles Kriegsschiff.