Designer: L. Kołodziejski
Schwierigkeitsgrad: 2/5
Anzahl der Bögen mit Teilen: 3
Anzahl der Montagezeichnungen: 47
Verfügbares Zubehör: Lasercut-Spantensatz, Kanzel
Die Morane‑Saulnier M.S.406 C1 war ein französischer einmotoriger Jagdeinsitzer aus den späten 1930er Jahren, der bei mehreren Luftstreitkräften im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam – darunter auch in Finnland.Allgemeines zum Flugzeug
Ursprünglich wurde die M.S.406 in Frankreich entwickelt und ab 1938 in Serie produziert. Sie war mit einem Hispano‑Suiza‑12Y‑Motor und einer Bewaffnung aus einer 20‑mm‑Kanone sowie zwei 7,5‑mm‑Maschinengewehren ausgestattet, was sie zu einem modernen Jagdflugzeug ihrer Zeit machte.
Einsatz in Finnland
Finnland bekam im Februar 1940 die ersten rund 30 Morane‑Saulnier M.S.406 C1‑Maschinen von Frankreich als Unterstützung im Winterkrieg gegen die Sowjetunion. Diese wurden beim LeLv 28 (Lentolaivue 28) eingesetzt und flogen bald darauf ihre ersten Einsätze.
Während des Fortsetzungskriegs (1941–1944) erwarb Finnland weitere Maschinen, unter anderem über Vermittlung Deutschlands, so dass insgesamt rund 87 MS.406 (und einige MS.410) in finnischem Dienst standen.
Leistung und Bedeutung
Obwohl die M.S.406 im Vergleich zu neueren gegnerischen Flugzeugen allmählich veraltet war, bewiesen finnische Piloten in ihren MS.406 beachtliche Leistungen. Sie erzielten Luftsiege gegen sowjetische Flugzeuge, besonders in den frühen Jahren des Konflikts, und hielten den Flugbetrieb über mehrere Jahre aufrecht.
Finnische Weiterentwicklung: Mörkö‑Morane
Ab 1943 starteten die Finnen ein Modernisierungsprogramm, bei dem einige MS.406 mit leistungsstärkeren, erbeuteten sowjetischen Klimov‑M‑105P‑Motoren und verbesserten Bewaffnungen ausgestattet wurden. Diese Version wurde „Mörkö‑Morane“ genannt („Mörkö“ bedeutet „Gespenst“ oder „Bogeyman“ auf Finnisch) und bot deutlich bessere Leistungswert.
Zusammenfassung
Insgesamt war die Morane‑Saulnier MS.406 C1 in finnischem Dienst ein wichtiges Übergangs‑Jagdflugzeug: sie half, die finnische Luftwaffe nach dem Winterkrieg zu stärken und konnte trotz technischer Unterlegenheit gegen modernere Gegner über Jahre hinweg sinnvoll im Einsatz bleiben.