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Empfangsgebäude Gerstetten der Lokalbahn Amstetten – Gerstetten 1:87 (Spur H0)
NEU
Empfangsgebäude Gerstetten der Lokalbahn Amstetten – Gerstetten als fotorealistisches Kartonmodellbausatz im Maßstab 1:87 (Sput H0) des Verlages CDT Modelle aus Chemnitz.
Die Lokalbahn Amstetten-Gerstetten wurde 1906 von der „Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft“ (WEG) in Betrieb genommen und war eine ihrer längsten Strecken. Ursprünglich sollte die Verbindung bis nach Herbrechtingen reichen, was jedoch bis in die 1930er-Jahre nicht mehr realisiert wurde. Danach wurde aufgrund des hereinbrechenden Zweiten Weltkriegs und des ersten wirtschaftlichen Niedergangs von Kleinbahnen dieses Vorhaben endgültig aufgegeben.
Hauptzweck der Bahn war die bessere wirtschaftliche Erschließung der ländlichen Region zwischen Lone- und Brenztal und die Förderung der Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben. Für die Bevölkerung bestand nun die Möglichkeit, in die industriellen Ballungszentren wie Geislingen und Ulm am selben Tag pendeln und arbeiten gehen zu können.
Bis in die 1950er Jahre wurde der Personen- und Güterverkehr mit Dampfzügen betrieben. Die letzten vier Jahrzehnte bis zur Stilllegung durch die WEG war ein Triebwagen das einzige Triebfahrzeug. Er beförderte die Reisenden und zog die Güterwagen. Die Vorherrschaft des Kraftfahrzeuges und der Wegfall von staatlicher Unterstützung führte 1996 schließlich zur Einstellung des Bahnbetriebes aus wirtschaftlichen Gründen.
Die Ulmer Eisenbahnfreunde e.V. (UEF), seit 1975 mit ihrem Dampfzug regelmäßiger Gast auf der Lokalbahn, und die Gemeinden entlang der Bahnstrecke akzeptierten nicht, dass die Bahn stillgelegt und abgebaut werden sollte. Um die Bahn zu retten, kauften die UEF die Gleisanlagen (rund 700.000 DM) und die Gemeinden die Gebäude und die Grundstücke neben den Gleisen (rund 1,1 Mio. DM). Neben eigenen finanziellen Mitteln fand beim Streckenkauf die Lokalbahn viel Unterstützung durch die örtliche Bevölkerung und Eisenbahnfreunde. In Form von Anteilsscheinen konnten Gleismeter gekauft werden.
Diese Rettungsaktion war ein wichtiger, erster Schritt für die Erhaltung der Bahn. Seither ist es an den Mitgliedern der UEF-Lokalbahn (LAG), den Fortbestand durch ihre ehrenamtlichen Leistungen sicherzustellen. Sie halten die Gleise instand, unterhalten, reparieren und restaurieren die alten Lokomotiven und Wagen und betreiben die Bahnlinie. Alle Arbeiten und der Bahnbetrieb werden gemäß den Vorschriften des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) durchgeführt. Alle zwei Jahre kommen hierfür die Ingenieure des EBA zur Inspektion vor Ort. Für den Unterhalt der Lokalbahn haben die UEF LAG Schienen-Baufahrzeuge sowie Ausrüstungen und Werkzeuge angeschafft. Zwei Kleindiesellokomotiven und eine Draisine wurden von befreundeten Firmen und Eisenbahnvereinen zur Verfügung gestellt.
Der Erfolg der Lokalbahn animier
Die erfolgreiche Wiederbelebung der Lokalbahn durch die UEF LAG motivierte die Gemeinde Gerstetten, das Empfangsgebäude und das Bahnhotel zu restaurieren. Der Lokschuppen wurde gemeinsam von der Gemeinde und dem Verein UEF LAG restauriert und renoviert. Die UEF LAG haben den Lokschuppen um einen Werkstattanbau erweitert. Bereits im Jahr 2004 konnte der Verein dank Fördermitteln der EU in Gerstetten die Infrastruktur für den Dampfbetrieb mit Kohlebansen, Wasserkran, Schlackeplatte wieder herstellen
Im Empfangsgebäude Gerstetten wurden in der Folge zwei Museen eingerichtet. Von der Gemeinde das erdgeschichtliche Riff-Museum und von UEF LAG das auf die Lokalbahn ausgerichtete Eisenbahnmuseum. Im Laufe der Zeit wurden allen Stationsgebäude entlang der Strecke von den jeweiligen Gemeinden wieder hergerichtet. Das Bahnhofsgebäude in Gussenstadt wurde an Privat verkauft und zum schmucken Wohnhaus umgebaut und restauriert.
Freizeitexpress Ostalb – ÖPNV auf einer Museumsbahn
Ein weiterer Erfolg war die Einführung regelmäßiger Touristikfahrten durch das Land Baden-Württemberg im Jahr 2002, dem Freizeitexpress Ostalb. Anfangs noch mit Fahrzeugen der Deutschen Bahn durchgeführt, konnte ab Sommer 2006, pünktlich zum Jubiläum „100 Jahre Lokalbahn“, der restaurierte Museumstriebwagen T 06 als standesgemäßes Fahrzeug für diese Verkehre in Betrieb genommen werden. Da dieser sich zurzeit in Restauration befindet, fährt ersatzweise ein Nebenbahn-Triebwagen der Baureihe NE81 des Partners Schwäbische Alb-Bahn aus Münsingen an jedem Sonn- und Feiertag zwischen 1. Mai und Mitte Oktober an den Tagen, an denen kein Dampfzugbetrieb stattfindet.
Seit Juni 2024, nach über 20 Jahren Dasein als Inselbetrieb, ist der Freizeitexpress Ostalb in das Fahrplanauskunfts- und Fahrkarten-System der Deutschen Bahn, DB Navigator, aufgenommen worden. Dies bedeutet, dass nun durchgehende Fahrkarten von und nach Gerstetten online gebucht werden können. Und dies nach ganz Europa. Damit wurde Gerstetten, und alle anderen Orte an der Bahn, an die weite Welt des Schienenverkehrs nach 1996 endlich wieder angebunden. Leider bisher nur sonn- und feiertags von Mai bis Oktober. Wer weiß, was die Zukunft noch bringen mag?
Corona hat es allen schwer gemacht
Die Corona-Pandemie hat das Leben in vielfacher Hinsicht lahmgelegt. So auch das Fahrtenprogramm der Lokalbahn. Nur wenige Termine konnten im Sommer unter großen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden. Seit dem Jahr 2022 kann so langsam das bisher gewohnte Programm wieder hochgefahren werden. Durch eine größere Reparatur an der Stamm-Dampflokomotive 75 1118 der Lokalbahn, wird es im Jahr 2025 lediglich einen Dieselbetrieb geben. Ziel sind die Märklin-Tage im September 2025.
Die Lokalbahn, seit dem Jahr 2000 rechtlich selbstständig als indirekte Sektion der Ulmer Eisenbahnfreunde, möchte mit diesem Neuanfang sich gleichzeitig ein neues Erscheinungsbild als Eisenbahn geben und führt ein neues Logo ein.
Lokalbahn und Bahnhotel gehen in eine gemeinsame Zukunft
Bei einem Vorhaben im Umfeld des Bahnhofs wird die Lokalbahn als Partner unterstützend den Bürgern Gerstettens beistehen: Der Wiedereröffnung der Gastwirtschaft des Bahnhotels. Die Einrichtungen des Bahnhotels und der Lokalbahn werden gemeinschaftlich genutzt werden können. Das Bahnhotel, ebenfalls im Jahr 1906 zur Eröffnung der Lokalbahn erbaut, gehört zum historischen Bahnensemble Gerstetten und steht unter Denkmalschutz. (Quelle: lokalbahn-lag.de)
Große der Bodenplatte: 14 x 27 cm!
Umfang des Bausatzes: 6 Ausschneidebögen A4 + deutsche Bauanleitung, Geschichte des Vorbildes, Zeichnungen, Risse und Bilder, Offsetdruck.
Die Lokalbahn Amstetten-Gerstetten wurde 1906 von der „Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft“ (WEG) in Betrieb genommen und war eine ihrer längsten Strecken. Ursprünglich sollte die Verbindung bis nach Herbrechtingen reichen, was jedoch bis in die 1930er-Jahre nicht mehr realisiert wurde. Danach wurde aufgrund des hereinbrechenden Zweiten Weltkriegs und des ersten wirtschaftlichen Niedergangs von Kleinbahnen dieses Vorhaben endgültig aufgegeben.
Hauptzweck der Bahn war die bessere wirtschaftliche Erschließung der ländlichen Region zwischen Lone- und Brenztal und die Förderung der Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben. Für die Bevölkerung bestand nun die Möglichkeit, in die industriellen Ballungszentren wie Geislingen und Ulm am selben Tag pendeln und arbeiten gehen zu können.
Bis in die 1950er Jahre wurde der Personen- und Güterverkehr mit Dampfzügen betrieben. Die letzten vier Jahrzehnte bis zur Stilllegung durch die WEG war ein Triebwagen das einzige Triebfahrzeug. Er beförderte die Reisenden und zog die Güterwagen. Die Vorherrschaft des Kraftfahrzeuges und der Wegfall von staatlicher Unterstützung führte 1996 schließlich zur Einstellung des Bahnbetriebes aus wirtschaftlichen Gründen.
Die Ulmer Eisenbahnfreunde e.V. (UEF), seit 1975 mit ihrem Dampfzug regelmäßiger Gast auf der Lokalbahn, und die Gemeinden entlang der Bahnstrecke akzeptierten nicht, dass die Bahn stillgelegt und abgebaut werden sollte. Um die Bahn zu retten, kauften die UEF die Gleisanlagen (rund 700.000 DM) und die Gemeinden die Gebäude und die Grundstücke neben den Gleisen (rund 1,1 Mio. DM). Neben eigenen finanziellen Mitteln fand beim Streckenkauf die Lokalbahn viel Unterstützung durch die örtliche Bevölkerung und Eisenbahnfreunde. In Form von Anteilsscheinen konnten Gleismeter gekauft werden.
Diese Rettungsaktion war ein wichtiger, erster Schritt für die Erhaltung der Bahn. Seither ist es an den Mitgliedern der UEF-Lokalbahn (LAG), den Fortbestand durch ihre ehrenamtlichen Leistungen sicherzustellen. Sie halten die Gleise instand, unterhalten, reparieren und restaurieren die alten Lokomotiven und Wagen und betreiben die Bahnlinie. Alle Arbeiten und der Bahnbetrieb werden gemäß den Vorschriften des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) durchgeführt. Alle zwei Jahre kommen hierfür die Ingenieure des EBA zur Inspektion vor Ort. Für den Unterhalt der Lokalbahn haben die UEF LAG Schienen-Baufahrzeuge sowie Ausrüstungen und Werkzeuge angeschafft. Zwei Kleindiesellokomotiven und eine Draisine wurden von befreundeten Firmen und Eisenbahnvereinen zur Verfügung gestellt.
Der Erfolg der Lokalbahn animier
Die erfolgreiche Wiederbelebung der Lokalbahn durch die UEF LAG motivierte die Gemeinde Gerstetten, das Empfangsgebäude und das Bahnhotel zu restaurieren. Der Lokschuppen wurde gemeinsam von der Gemeinde und dem Verein UEF LAG restauriert und renoviert. Die UEF LAG haben den Lokschuppen um einen Werkstattanbau erweitert. Bereits im Jahr 2004 konnte der Verein dank Fördermitteln der EU in Gerstetten die Infrastruktur für den Dampfbetrieb mit Kohlebansen, Wasserkran, Schlackeplatte wieder herstellen
Im Empfangsgebäude Gerstetten wurden in der Folge zwei Museen eingerichtet. Von der Gemeinde das erdgeschichtliche Riff-Museum und von UEF LAG das auf die Lokalbahn ausgerichtete Eisenbahnmuseum. Im Laufe der Zeit wurden allen Stationsgebäude entlang der Strecke von den jeweiligen Gemeinden wieder hergerichtet. Das Bahnhofsgebäude in Gussenstadt wurde an Privat verkauft und zum schmucken Wohnhaus umgebaut und restauriert.
Freizeitexpress Ostalb – ÖPNV auf einer Museumsbahn
Ein weiterer Erfolg war die Einführung regelmäßiger Touristikfahrten durch das Land Baden-Württemberg im Jahr 2002, dem Freizeitexpress Ostalb. Anfangs noch mit Fahrzeugen der Deutschen Bahn durchgeführt, konnte ab Sommer 2006, pünktlich zum Jubiläum „100 Jahre Lokalbahn“, der restaurierte Museumstriebwagen T 06 als standesgemäßes Fahrzeug für diese Verkehre in Betrieb genommen werden. Da dieser sich zurzeit in Restauration befindet, fährt ersatzweise ein Nebenbahn-Triebwagen der Baureihe NE81 des Partners Schwäbische Alb-Bahn aus Münsingen an jedem Sonn- und Feiertag zwischen 1. Mai und Mitte Oktober an den Tagen, an denen kein Dampfzugbetrieb stattfindet.
Seit Juni 2024, nach über 20 Jahren Dasein als Inselbetrieb, ist der Freizeitexpress Ostalb in das Fahrplanauskunfts- und Fahrkarten-System der Deutschen Bahn, DB Navigator, aufgenommen worden. Dies bedeutet, dass nun durchgehende Fahrkarten von und nach Gerstetten online gebucht werden können. Und dies nach ganz Europa. Damit wurde Gerstetten, und alle anderen Orte an der Bahn, an die weite Welt des Schienenverkehrs nach 1996 endlich wieder angebunden. Leider bisher nur sonn- und feiertags von Mai bis Oktober. Wer weiß, was die Zukunft noch bringen mag?
Corona hat es allen schwer gemacht
Die Corona-Pandemie hat das Leben in vielfacher Hinsicht lahmgelegt. So auch das Fahrtenprogramm der Lokalbahn. Nur wenige Termine konnten im Sommer unter großen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden. Seit dem Jahr 2022 kann so langsam das bisher gewohnte Programm wieder hochgefahren werden. Durch eine größere Reparatur an der Stamm-Dampflokomotive 75 1118 der Lokalbahn, wird es im Jahr 2025 lediglich einen Dieselbetrieb geben. Ziel sind die Märklin-Tage im September 2025.
Die Lokalbahn, seit dem Jahr 2000 rechtlich selbstständig als indirekte Sektion der Ulmer Eisenbahnfreunde, möchte mit diesem Neuanfang sich gleichzeitig ein neues Erscheinungsbild als Eisenbahn geben und führt ein neues Logo ein.
Lokalbahn und Bahnhotel gehen in eine gemeinsame Zukunft
Bei einem Vorhaben im Umfeld des Bahnhofs wird die Lokalbahn als Partner unterstützend den Bürgern Gerstettens beistehen: Der Wiedereröffnung der Gastwirtschaft des Bahnhotels. Die Einrichtungen des Bahnhotels und der Lokalbahn werden gemeinschaftlich genutzt werden können. Das Bahnhotel, ebenfalls im Jahr 1906 zur Eröffnung der Lokalbahn erbaut, gehört zum historischen Bahnensemble Gerstetten und steht unter Denkmalschutz. (Quelle: lokalbahn-lag.de)
Große der Bodenplatte: 14 x 27 cm!
Umfang des Bausatzes: 6 Ausschneidebögen A4 + deutsche Bauanleitung, Geschichte des Vorbildes, Zeichnungen, Risse und Bilder, Offsetdruck.