Maßstab: 1:400
Bögen: 2 x 7,5 x 21 cm
Baujahr: 1941
Länge: 194 mm
Anzahl der Teile: 48
Schwierigkeitsgrad: 3
Aus einem Modell lässt sich nur eins der genannten U-Boote bauen
Deutsche U-Boote UD 3 / UD 4 / UD 5 – Niederländische Beuteboote der O-21-Klasse
Die U-Boote UD 3, UD 4 und UD 5 waren ursprünglich für die Königlich Niederländische Marine gebaute U-Boote der O-21-Klasse. Es handelte sich um moderne Hochseeboote, die für große Reichweiten ausgelegt waren. Beim deutschen Überfall auf die Niederlande im Mai 1940 waren die drei Boote O 25, O 26 und O 27 jedoch noch nicht fertiggestellt und fielen der deutschen Kriegsmarine in die Hände.
Die Boote wurden anschließend von den Deutschen übernommen, fertiggebaut und unter den Bezeichnungen UD 3 (ex O 25), UD 4 (ex O 26) und UD 5 (ex O 27) in Dienst gestellt. Eine interessante Besonderheit der niederländischen Konstruktion war bereits der Schnorchel, der lange vor seiner breiten Einführung bei deutschen U-Booten vorhanden war. Die Boote verdrängten rund 990 Tonnen über Wasser, waren 77,7 Meter lang und erreichten über Wasser etwa 19,5 Knoten. Ihre Reichweite betrug rund 7.100 Seemeilen.
UD 3 wurde am 8. Juni 1941 in Dienst gestellt. Nach einer Ausbildungs- und Erprobungsphase wurde das Boot auch als Frontboot eingesetzt. Auf einer Feindfahrt vor der westafrikanischen Küste versenkte UD 3 am 26. November 1942 den norwegischen Frachter Indra mit 5.041 BRT. Ab 1943 wurde das Boot wieder als Schulboot eingesetzt. Nach einem Luftangriff auf Kiel wurde UD 3 im Oktober 1944 außer Dienst gestellt und am 3. Mai 1945 selbstversenkt.
UD 4 unterschied sich von seinen beiden Schwesterschiffen insbesondere durch seine Verwendung. Das Boot wurde ausschließlich für Ausbildungs-, Erprobungs- und Schulzwecke eingesetzt und absolvierte keine Feindfahrt. Auch bei der Bewaffnung gab es Unterschiede: UD 4 verfügte nicht über das 8,8-cm-Deckgeschütz der anderen Boote. Im März 1945 wurde es außer Dienst gestellt und am 3. Mai 1945 in Kiel selbstversenkt.
UD 5, ursprünglich O 27, wurde am 30. Januar 1942 in Dienst gestellt. Nach einer Ausbildungszeit kam das Boot als Frontboot zum Einsatz. Am 29. Oktober 1942 versenkte UD 5 vor der westafrikanischen Küste den britischen Frachter Primrose Hill mit 7.628 BRT. Danach diente auch UD 5 wieder überwiegend als Schulboot. Das Boot überstand den Krieg, wurde 1945 an die Niederlande zurückgegeben und dort erneut als O 27 in Dienst gestellt. Erst 1959 wurde es endgültig ausgemustert.
Die drei Boote waren trotz ihrer deutschen Bezeichnungen keine ursprünglich deutschen U-Boote. Sie stellen vielmehr ein interessantes Beispiel für die von der Kriegsmarine übernommenen ausländischen Beuteboote dar. Aufgrund ihrer gemeinsamen niederländischen Konstruktion waren UD 3, UD 4 und UD 5 äußerlich weitgehend gleich, wobei sich Bewaffnung und Ausrüstung im Laufe des Krieges teilweise unterschieden.
Quelle des Fotos: Wikipedia