Burg Bärenfels 1:200 Erstausgebe, deutsche Anleitung
zur Zeit nicht lieferbar
Burg Bärenfels als Kartonmodellbausatz des Schreiber-Bogen-Verlages (Erstausgabe aus dem Jahr 1985, Katalog-Nr. 72211) im Maßstab 1:200.
Modellkonstruktion: Hubert Siegmund.
Burg Bärenfels, auch Berenfels, Berenvels oder Steinegg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf dem 702,5 m ü. NHN hohen Steinegg über der Stadt Wehr im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg.
Die Burg Steinegg wurde erst zwischen 1325 und 1330 durch Walter II. Vasolt und dessen gleichnamigen Sohn erbaut. Frühere Datierungen in die Zeit der Ungarneinfälle (10. Jahrhundert) oder die Zeit der Fehde zwischen Graf Rudolf von Habsburg und dem Bischof von Basel (um 1270) wurden durch neuere Forschungen widerlegt.
Die Patrizierfamilie Vasolt kaufte nach der Verlagerung des Klosters Klingental von Wehr nach Kleinbasel einen Großteil des klösterlichen Besitzes in Wehr und errichtete die Burg Steinegg. Diese mussten sie aus Geldnot 1330 an die österreichischen Herzöge Albrecht II. und dessen Bruder Otto IV. verkaufen und wurden danach offenbar von den Habsburgern mit der Burg belehnt. Nach dem Tod von Walter III. Vasolt (um 1377) kam dessen Wehrer Besitz an die Meier von Hüningen,[5] die ihn 1378 wieder stückweise an das Kloster Klingental – den ursprünglichen Grundbesitzer – verkauften. Zu dieser Zeit sind auch schon die Ritter von Bärenfels als Grundbesitzer in Wehr belegt und es wird vermutet, dass sie schon damals einen Wohnsitz auf Burg Steinegg einrichteten, aber erst eine Urkunde von 1410 weist den damaligen Basler Bürgermeister Arnold von Bärenfels als Besitzer der Burg aus. Der vorderösterreichische Landvogt, Graf Hermann von Sulz, nahm in einem Krieg gegen die Stadt Basel neben anderen Burgen auch die Burg Steinegg bei Wehr ein und hielt sie besetzt bis Markgraf Rudolf III. von Hachberg-Sausenberg vermittelte. Es bleibt unklar wann und unter welchen Bedingungen die Burg Steinegg wieder an die Bärenfelser kam, wobei die These einer Belehnung der Bärenfelser durch die Habsburger im Raum steht. Da eine Urkunde von 1437 bereits ein „burgstal ze berenfels“ erwähnt, wird angenommen, dass die Burg im Krieg von 1410 beschädigt und nicht wieder aufgebaut wurde
Die Burg wurde aus Gneis–, Granit– und Syenit-Steinen aus der näheren Umgebung des Burgplatzes erbaut. Eine Ringmauer von unregelmäßiger, sechseckiger Form umschließt den Innenhof der Kernburg. Dieser Innenhof liegt etwa 3,5 Meter über dem Niveau der Vorburg. Die Ringmauer oder der Bering ist auf der Westseite als Schildmauer ausgeprägt und heute noch bis 8,5 Metern Höhe und 3,5 Metern Breite erhalten.
Das herausragende Element der Burgruine ist ein runder Bergfried, der zur Innenhofseite eine Höhe von etwa 16 Meter und zur Außenseite eine von 20 Meter aufweist. Nach oben verjüngt sich der Turm. Auf Höhe des ersten Geschosses hat er einen Durchmesser von etwa 6,5 Meter und auf Höhe der Plattform eine von 6 Meter. Die Plattform selbst – innerhalb der Brüstungsmauern – hat einen Durchmesser von etwa 4,5 Metern. Entgegen älteren Interpretationen kommt die neuere Forschung zum Schluss, dass Turm und Schildmauer gleichzeitig errichtet wurden, da die Steine miteinander verzahnt sind. Auch die Wandstärke des Turmes variiert zwischen 2,20 Meter auf der Außenseite und 1,70 Meter auf der Hofseite. Der Turm wird durch einen Hocheingang erschlossen der heute über die Mauerkrone der südlichen Schildmauer zu erreichen ist. Dieser Zugang wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts eröffnet. Der ursprüngliche Eingang auf der gegenüberliegenden Seite wurde damals bis auf eine kleine Fensteröffnung zugemauert. Der Bergfrieds von Bärenfels hat eine Besonderheit. „Es handelt sich um zwei Reihen sorgfältig behauener Werksteine, die aus der Mauerschale hervorragen und sich treppenartig links und rechts des Turms spiralförmig nach unten winden.“ Hierbei handelt es sich bei der nach außen gerichteten Steinreihe um eine Wasserrinne, die der Entwässerung der Turmplattform diente Bei der hofseitigen Steinreihe handelt es sich um die Konsolsteine einer Hurde. Diese Hurde stellte die Verbindung der Wehrgänge auf der Schildmauer dar, deren direkte Linie durch den Turm unterbrochen wurde.
Die Vorburg ist klein und die in der Literatur teilweise vermutete frühneuzeitliche Bastion im Südwesten der Kernburg entpuppte sich als Irrtum.
Die Ruine ist jederzeit frei zugänglich, der Bergfried dient heute als Aussichtsturm. (danke Wikipedia!)
Modell-Abmessungen: Länge 18 cm, Breite: 17 cm, Höhe: 15 cm!
Anzahl der Bögen (21x30cm): 3.
Montagezeichnungen ergänzen deutsche Bauanleitung.
Modellkonstruktion: Hubert Siegmund.
Burg Bärenfels, auch Berenfels, Berenvels oder Steinegg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf dem 702,5 m ü. NHN hohen Steinegg über der Stadt Wehr im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg.
Die Burg Steinegg wurde erst zwischen 1325 und 1330 durch Walter II. Vasolt und dessen gleichnamigen Sohn erbaut. Frühere Datierungen in die Zeit der Ungarneinfälle (10. Jahrhundert) oder die Zeit der Fehde zwischen Graf Rudolf von Habsburg und dem Bischof von Basel (um 1270) wurden durch neuere Forschungen widerlegt.
Die Patrizierfamilie Vasolt kaufte nach der Verlagerung des Klosters Klingental von Wehr nach Kleinbasel einen Großteil des klösterlichen Besitzes in Wehr und errichtete die Burg Steinegg. Diese mussten sie aus Geldnot 1330 an die österreichischen Herzöge Albrecht II. und dessen Bruder Otto IV. verkaufen und wurden danach offenbar von den Habsburgern mit der Burg belehnt. Nach dem Tod von Walter III. Vasolt (um 1377) kam dessen Wehrer Besitz an die Meier von Hüningen,[5] die ihn 1378 wieder stückweise an das Kloster Klingental – den ursprünglichen Grundbesitzer – verkauften. Zu dieser Zeit sind auch schon die Ritter von Bärenfels als Grundbesitzer in Wehr belegt und es wird vermutet, dass sie schon damals einen Wohnsitz auf Burg Steinegg einrichteten, aber erst eine Urkunde von 1410 weist den damaligen Basler Bürgermeister Arnold von Bärenfels als Besitzer der Burg aus. Der vorderösterreichische Landvogt, Graf Hermann von Sulz, nahm in einem Krieg gegen die Stadt Basel neben anderen Burgen auch die Burg Steinegg bei Wehr ein und hielt sie besetzt bis Markgraf Rudolf III. von Hachberg-Sausenberg vermittelte. Es bleibt unklar wann und unter welchen Bedingungen die Burg Steinegg wieder an die Bärenfelser kam, wobei die These einer Belehnung der Bärenfelser durch die Habsburger im Raum steht. Da eine Urkunde von 1437 bereits ein „burgstal ze berenfels“ erwähnt, wird angenommen, dass die Burg im Krieg von 1410 beschädigt und nicht wieder aufgebaut wurde
Die Burg wurde aus Gneis–, Granit– und Syenit-Steinen aus der näheren Umgebung des Burgplatzes erbaut. Eine Ringmauer von unregelmäßiger, sechseckiger Form umschließt den Innenhof der Kernburg. Dieser Innenhof liegt etwa 3,5 Meter über dem Niveau der Vorburg. Die Ringmauer oder der Bering ist auf der Westseite als Schildmauer ausgeprägt und heute noch bis 8,5 Metern Höhe und 3,5 Metern Breite erhalten.
Das herausragende Element der Burgruine ist ein runder Bergfried, der zur Innenhofseite eine Höhe von etwa 16 Meter und zur Außenseite eine von 20 Meter aufweist. Nach oben verjüngt sich der Turm. Auf Höhe des ersten Geschosses hat er einen Durchmesser von etwa 6,5 Meter und auf Höhe der Plattform eine von 6 Meter. Die Plattform selbst – innerhalb der Brüstungsmauern – hat einen Durchmesser von etwa 4,5 Metern. Entgegen älteren Interpretationen kommt die neuere Forschung zum Schluss, dass Turm und Schildmauer gleichzeitig errichtet wurden, da die Steine miteinander verzahnt sind. Auch die Wandstärke des Turmes variiert zwischen 2,20 Meter auf der Außenseite und 1,70 Meter auf der Hofseite. Der Turm wird durch einen Hocheingang erschlossen der heute über die Mauerkrone der südlichen Schildmauer zu erreichen ist. Dieser Zugang wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts eröffnet. Der ursprüngliche Eingang auf der gegenüberliegenden Seite wurde damals bis auf eine kleine Fensteröffnung zugemauert. Der Bergfrieds von Bärenfels hat eine Besonderheit. „Es handelt sich um zwei Reihen sorgfältig behauener Werksteine, die aus der Mauerschale hervorragen und sich treppenartig links und rechts des Turms spiralförmig nach unten winden.“ Hierbei handelt es sich bei der nach außen gerichteten Steinreihe um eine Wasserrinne, die der Entwässerung der Turmplattform diente Bei der hofseitigen Steinreihe handelt es sich um die Konsolsteine einer Hurde. Diese Hurde stellte die Verbindung der Wehrgänge auf der Schildmauer dar, deren direkte Linie durch den Turm unterbrochen wurde.
Die Vorburg ist klein und die in der Literatur teilweise vermutete frühneuzeitliche Bastion im Südwesten der Kernburg entpuppte sich als Irrtum.
Die Ruine ist jederzeit frei zugänglich, der Bergfried dient heute als Aussichtsturm. (danke Wikipedia!)
Modell-Abmessungen: Länge 18 cm, Breite: 17 cm, Höhe: 15 cm!
Anzahl der Bögen (21x30cm): 3.
Montagezeichnungen ergänzen deutsche Bauanleitung.