Maßstab: 1:400
Blätter: 5 x A4
Herstellungsjahr: 2006
Länge: 208 mm
Anzahl der Teile: 327/578
Die Pharos ist ein britisches Multifunktions-Bojenleger- und Versorgungsschiff, das für die Wartung von Navigationshilfen rund um die Küsten von Schottland und der Isle of Man eingesetzt wird. Sie gehört zum Dienst der Northern Lighthouse Board, jener Behörde, die sich um Leuchttürme, Seezeichen und sichere Schifffahrtswege kümmert.
Anders als ein gewöhnlicher Schlepper oder Versorger ist die Pharos als Mehrzweck-Arbeitsschiff konzipiert. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, große Seezeichen wie Tonnen und Bojen auszulegen, zu bergen und zu warten. Diese schwimmenden Markierungen sind für die Schifffahrt enorm wichtig, weil sie Fahrrinnen kennzeichnen und vor Untiefen warnen.
Das Schiff kann aber deutlich mehr als nur Bojen bewegen. Es wird auch verwendet für:
- Versorgung abgelegener Leuchttürme
- Vermessungsarbeiten auf See
- Kontrolle von Navigationsanlagen
- Unterstützung bei Unterwasserarbeiten
- Einsätze mit Hubschraubern vom Vorschiff aus
Ein großer Vorteil der Pharos ist ihre dynamische Positionierung. Das bedeutet, dass das Schiff mit Hilfe von Computern und Querstrahlrudern seine Position sehr genau halten kann, selbst bei Wind und Seegang. Für Arbeiten direkt an Bojen oder Felsen ist das besonders wichtig.
Am Heck besitzt die Pharos einen großen Arbeitsbereich mit einem kräftigen Kran. Dort können schwere Bojen, Ankerketten und technisches Gerät sicher bewegt werden. Solche Arbeiten erfordern viel Präzision, weil einzelne Seezeichen mehrere Tonnen wiegen können.
Die moderne Pharos wurde in den 2000er Jahren gebaut und ist bereits die zehnte britische Schiffseinheit mit diesem Namen. Der Name „Pharos“ bezieht sich auf den berühmten antiken Leuchtturm von Alexandria — eines der bekanntesten Seezeichen der Geschichte.
Technisch ist sie für ihren Zweck sehr fortschrittlich:
- diesel-elektrischer Antrieb
- hohe Manövrierfähigkeit
- Helikopterdeck
- moderne Navigationssysteme
- Unterbringung für Besatzung und Techniker
Obwohl sie kein Kriegsschiff ist, gehört sie zu den wichtigsten Spezialschiffen im britischen Küstendienst, weil ohne solche Schiffe viele Leuchtfeuer und Seezeichen gar nicht instand gehalten werden könnten.