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Berliner U-Bahn der BVG Baureihe GI/1 „Gisela“ (Triebwagen + Beiwagen) 1:87 (H0)
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Berliner U-Bahn der BVG Baureihe GI/1 „Gisela“ (Triebwagen + Beiwagen) als Kartonmodellbausatz des Verlages Michael Schönborn aus Potsdam im Maßstab 1:87 (Spur H0).
Modellkonstruktion: Michael Schönborn.
Die Baureihe G der Berliner Verkehrsbetriebe ist die einzige in der DDR konstruierte Fahrzeugserie für das Kleinprofilnetz der Berliner U-Bahn. Die Fahrzeuge kommen heute auf den Linien U1 bis U3 (vor Dezember 2015 fast ausschließlich auf der U2) zum Einsatz.
Während für die Großprofillinie E (heutige U5) aus umgebauten Fahrzeugen der Berliner S-Bahn die EIII-Wagen entstanden, fuhren auf der Linie A (heutige U2) immer noch die Züge der Vorkriegsbaureihen AI und AII. Mit einem Alter von fast 70 Jahren waren die Wagen Anfang der 1970er Jahre bereits an die Grenzen ihrer Lebensdauer gestoßen.
Das Problem bei der Beschaffung von Neubaufahrzeugen lag darin, dass sowohl ein Umbau von ehemaligen S-Bahnwagen der Baureihe 275 als auch eine Lieferung von Metrowagonmasch-Wagen nach sowjetischen Normen nicht in Frage kam, da das enge Lichtraumprofil des Kleinprofilnetzes dies nicht zuließ. Darum mussten die Verkehrsbetriebe den Bau einer eigenen Baureihe in Auftrag geben. 1974 wurden die LEW „Hans Beimler“ in Hennigsdorf mit dem Bau der Fahrzeuge beauftragt. Im Jahr 1975 lieferten die LEW den Prototypzug der Reihe G ab. In Anlehnung an seinen Kennbuchstaben erhielt der Prototyp den Namen Gustav. Die Einheit wurde daraufhin an die BVB ausgeliefert, umfangreich getestet und auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1975 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Wie bei der West-Berliner Baureihe A3 waren alle Radsätze aller Wagen einer Einheit angetrieben. Der sonstige Kastenaufbau der Doppeltriebwagen orientierte sich jedoch am Triebwagen-Beiwagen-Prinzip: ein Triebwagen besaß einen Führerstand an einem Wagenende, der andere Triebwagen keinen. Folglich war die kleinste im Personenverkehr einsetzbare Einheit ein Vierwagenzug.
Der Prototyp offenbarte bei den ersten Umläufen auf der Linie A zahlreiche Probleme. Die Konstrukteure arbeiteten daraufhin an einer verbesserten Ausführung, die die Serienreife erlangen sollte. Der Prototyp Gustav wurde 1979 abgestellt, später elektrisch der Serienbauart GI angepasst, 1993 ausgemustert und schließlich 1997 verschrottet.
Das Ergebnis der Überarbeitung war die wesentlich verbesserte Baureihe GI mit Spitznamen Gisela. Optisch unterscheiden sich die Serienfahrzeuge vom Gustav im Wesentlichen durch die charakteristischen Stirnfronten: beim Prototyp war die Anordnung der Lampen vom Typ EIII übernommen worden, bei den Serienwagen sind Spitzen- und Zugschlussleuchten in je einem gemeinsamen Gehäuse nebeneinander angeordnet. Zusätzlich wurden die Seitenfenster in der Höhe und die Stirnwandfenster in Höhe und Breite vergrößert. Die Auslieferung begann ab 1978. Es bestand die Vorgabe, sämtliche Altbaufahrzeuge der Reihen AI und AII bis 1984 durch Neubauwagen zu ersetzen, was in Anbetracht des Alters der Vorkriegsfahrzeuge auch erforderlich war.
1983 mussten aufgrund von Exportverpflichtungen jedoch zehn Doppeltriebwagen ab Werk an die Vorortbahn Piräus–Athen–Kifissa geliefert werden. Da hier ein größeres Profil verwendet wurde, wurden an den Wagenkästen zur Überbrückung der Lücke zwischen Zug und Bahnsteigkante Ausgleichswulste, scherzhaft auch „Blumenbretter“ genannt, angebracht. Zusätzlich wurden die Wagenkästen höher gesetzt. Die Fahrzeuge erhielten die Bezeichnung GII, kamen ab 1985 wieder nach Ost-Berlin zurück und wurden nach Rückbau der Anpassungen für Athen in die Reihe GI eingegliedert. Ersetzt wurden sie in Athen durch ebenfalls von den LEW hergestellte, aber von MAN entwickelte Fahrzeuge, die an die G-Züge angelehnt waren. Nach ihren Vorgängern GII erhielten sie die Bezeichnung GIII, die Fahrzeuge kamen allerdings nie in Deutschland zum Einsatz. Da der Export der GIII der DDR Devisen brachte, hatte der Auftrag absoluten Vorrang gegenüber der Ablösung der AI und AII und so konnte der für 1984 vorgesehene Termin der Ausmusterung der Altbaureihen AI und AII nicht eingehalten werden.
Nachdem der Auftrag für Athen abgeschlossen war, produzierten die LEW ab 1986 eine nochmals technisch verbesserte Version der Baureihe GI, die die Bezeichnung GI/1 erhielt. Die Auslieferung dieser Wagen wurde 1989 abgeschlossen. Am 5. November dieses Jahres wurden die letzten Wagen der Baureihen AI und AII abgestellt. Zu diesem Zeitpunkt waren die ältesten Fahrzeuge bereits über 80 Jahre alt. (danke Wikipedia!)
Umfang des Bausatzes: vier Bögen A4 mit Bauelementen und ein mit deutscher Bauanleitung.
Modellkonstruktion: Michael Schönborn.
Die Baureihe G der Berliner Verkehrsbetriebe ist die einzige in der DDR konstruierte Fahrzeugserie für das Kleinprofilnetz der Berliner U-Bahn. Die Fahrzeuge kommen heute auf den Linien U1 bis U3 (vor Dezember 2015 fast ausschließlich auf der U2) zum Einsatz.
Während für die Großprofillinie E (heutige U5) aus umgebauten Fahrzeugen der Berliner S-Bahn die EIII-Wagen entstanden, fuhren auf der Linie A (heutige U2) immer noch die Züge der Vorkriegsbaureihen AI und AII. Mit einem Alter von fast 70 Jahren waren die Wagen Anfang der 1970er Jahre bereits an die Grenzen ihrer Lebensdauer gestoßen.
Das Problem bei der Beschaffung von Neubaufahrzeugen lag darin, dass sowohl ein Umbau von ehemaligen S-Bahnwagen der Baureihe 275 als auch eine Lieferung von Metrowagonmasch-Wagen nach sowjetischen Normen nicht in Frage kam, da das enge Lichtraumprofil des Kleinprofilnetzes dies nicht zuließ. Darum mussten die Verkehrsbetriebe den Bau einer eigenen Baureihe in Auftrag geben. 1974 wurden die LEW „Hans Beimler“ in Hennigsdorf mit dem Bau der Fahrzeuge beauftragt. Im Jahr 1975 lieferten die LEW den Prototypzug der Reihe G ab. In Anlehnung an seinen Kennbuchstaben erhielt der Prototyp den Namen Gustav. Die Einheit wurde daraufhin an die BVB ausgeliefert, umfangreich getestet und auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1975 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Wie bei der West-Berliner Baureihe A3 waren alle Radsätze aller Wagen einer Einheit angetrieben. Der sonstige Kastenaufbau der Doppeltriebwagen orientierte sich jedoch am Triebwagen-Beiwagen-Prinzip: ein Triebwagen besaß einen Führerstand an einem Wagenende, der andere Triebwagen keinen. Folglich war die kleinste im Personenverkehr einsetzbare Einheit ein Vierwagenzug.
Der Prototyp offenbarte bei den ersten Umläufen auf der Linie A zahlreiche Probleme. Die Konstrukteure arbeiteten daraufhin an einer verbesserten Ausführung, die die Serienreife erlangen sollte. Der Prototyp Gustav wurde 1979 abgestellt, später elektrisch der Serienbauart GI angepasst, 1993 ausgemustert und schließlich 1997 verschrottet.
Das Ergebnis der Überarbeitung war die wesentlich verbesserte Baureihe GI mit Spitznamen Gisela. Optisch unterscheiden sich die Serienfahrzeuge vom Gustav im Wesentlichen durch die charakteristischen Stirnfronten: beim Prototyp war die Anordnung der Lampen vom Typ EIII übernommen worden, bei den Serienwagen sind Spitzen- und Zugschlussleuchten in je einem gemeinsamen Gehäuse nebeneinander angeordnet. Zusätzlich wurden die Seitenfenster in der Höhe und die Stirnwandfenster in Höhe und Breite vergrößert. Die Auslieferung begann ab 1978. Es bestand die Vorgabe, sämtliche Altbaufahrzeuge der Reihen AI und AII bis 1984 durch Neubauwagen zu ersetzen, was in Anbetracht des Alters der Vorkriegsfahrzeuge auch erforderlich war.
1983 mussten aufgrund von Exportverpflichtungen jedoch zehn Doppeltriebwagen ab Werk an die Vorortbahn Piräus–Athen–Kifissa geliefert werden. Da hier ein größeres Profil verwendet wurde, wurden an den Wagenkästen zur Überbrückung der Lücke zwischen Zug und Bahnsteigkante Ausgleichswulste, scherzhaft auch „Blumenbretter“ genannt, angebracht. Zusätzlich wurden die Wagenkästen höher gesetzt. Die Fahrzeuge erhielten die Bezeichnung GII, kamen ab 1985 wieder nach Ost-Berlin zurück und wurden nach Rückbau der Anpassungen für Athen in die Reihe GI eingegliedert. Ersetzt wurden sie in Athen durch ebenfalls von den LEW hergestellte, aber von MAN entwickelte Fahrzeuge, die an die G-Züge angelehnt waren. Nach ihren Vorgängern GII erhielten sie die Bezeichnung GIII, die Fahrzeuge kamen allerdings nie in Deutschland zum Einsatz. Da der Export der GIII der DDR Devisen brachte, hatte der Auftrag absoluten Vorrang gegenüber der Ablösung der AI und AII und so konnte der für 1984 vorgesehene Termin der Ausmusterung der Altbaureihen AI und AII nicht eingehalten werden.
Nachdem der Auftrag für Athen abgeschlossen war, produzierten die LEW ab 1986 eine nochmals technisch verbesserte Version der Baureihe GI, die die Bezeichnung GI/1 erhielt. Die Auslieferung dieser Wagen wurde 1989 abgeschlossen. Am 5. November dieses Jahres wurden die letzten Wagen der Baureihen AI und AII abgestellt. Zu diesem Zeitpunkt waren die ältesten Fahrzeuge bereits über 80 Jahre alt. (danke Wikipedia!)
Umfang des Bausatzes: vier Bögen A4 mit Bauelementen und ein mit deutscher Bauanleitung.