Alte Kathedrale Seu Vella aus Lleida / Spanien
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Alte Kathedrale Seu Vella aus Lleida / Spanien als Kartonmodellbausatz des spanischen Verlages Generalitat de Cataluñya / Barcelona aus dem Jahr 1992. OVP
Modellkonstruktion: Josep M. Pobla de Herrera.
Seu Vella (katalanisch für „Alter Bischofssitz“ bzw. „Alte Kathedrale“) ist die ehemalige Kathedrale des Bistums Lleida in Katalonien.
Der Kirchhügel (Turó de la Seu Vella) über dem Fluss El Segre ist durch mehrere Ringe von Befestigungsanlagen aus dem 18. Jahrhundert gesichert, innerhalb dieser liegen sowohl die Überreste der Burg (Suda de Lleida oder Castell del Rei) als auch die Alte Kathedrale, die jeweils auf maurischen Vorgängerbauten errichtet wurden. Das Ensemble aus Festung, Burg und Kathedrale bildet ein nationales Kulturgut.
Vor der Invasion der Mauren stand auf dem Hügel bereits eine frühchristliche Kirche der Westgoten, die 832 zur Moschee umgebaut wurde.
Nach der Rückeroberung Lleidas durch Ramon Berenguer IV. von Barcelona wurde zunächst die Moschee als Kirche Santa Maria Antiqua weiterverwendet (geweiht am 30. Oktober 1149).
Im Jahre 1203 betrieb Bischof Gombau de Camporrells den Neubau einer damals modernen, romanischen Kathedrale, die Grundsteinlegung war am 22. Juli. Architekt war der überregional bekannte Pere de Coma. Geweiht wurde die noch unvollendete Kirche im Jahre 1278, zu dieser Zeit begann auch der Bau des Kreuzgangs, jedoch war das Gebäude erst mit der Fertigstellung der Kuppel und der anderen Dächer im Jahre 1286 in ihrer ersten Form vollendet. Im 14. Jahrhundert wurde der Kreuzgang fertiggestellt, und man begann mit der Errichtung des Glockenturms, der seinerseits 1431 vollendet wurde.
Über die folgenden Jahrhunderte wurden diverse Kapellen und andere Anbauten hinzugefügt, so dass die Kirche in einer gotisch-romanischen Übergangsmischform mit recht „unübersichtlichem“ Grundriss vorliegt, hauptsächlich besteht sie aus Hauptschiff mit zwei Seitenschiffen, einem Querschiff und fünf Apsiden. Im Kreuzungspunkt zwischen Haupt- und Querschiff bildet das Dach eine achteckige Kuppel.
Im Zuge des Spanischen Erbfolgekriegs (1701 bis 1714) besetzte im Jahre 1707 König Felip V. den gesamten Berg, ließ ihn zur Festung ausbauen und die Kathedrale in eine Kaserne umwandeln. Die Inneneinrichtung der Kirche ging größtenteils verloren, und das Gebäude verkam zunehmend zu einer vergessenen Ruine. Eines der gotischen Altarbilder wurde 1749 der Pfarrgemeinde von Albatàrrec übergeben. Inzwischen wurde in der Stadt eine neue Kathedrale (Seu Nova) im Barock- und Neoklassizismus-Stil errichtet.
1918 schließlich wurde die Kirche als Nationaldenkmal deklariert, jedoch konnten die Restaurierungsarbeiten erst ab 1948, nach Auflösung der Kaserne, beginnen. Während heute (2011) das Gebäude von außen wieder recht vollständig wirkt und der berühmte Kreuzgang eindrucksvoll restauriert wurde, präsentiert sich das Innere der Kirche schmucklos und aus nacktem Stein, bis auf Reste von Wandmalereien und einige wenige, zum Teil zeitgenössische, Artefakte.
Die letzte Restaurierungsmaßnahme, die Absicherung und äußerliche Reparatur des Glockenturms, begann im Dezember 2012 und sollte im folgenden Jahr abgeschlossen sein.
Als bauliche Besonderheit ist die Kirche nicht nach Osten ausgerichtet, sondern nach Nordosten (siehe Lageplan). Es gibt daher ein nordwestliches (linkes) und ein südöstliches (rechtes) Seitenschiff. Der Glockenturm steht an der Südecke. In der Literatur und auf Grundrissen wird dieser Umstand häufig ignoriert, und die tatsächliche Nordwestseite wird als Nordseite, die Südostseite als Südseite bezeichnet usw. (danke Wikipedia!)
Große des gebauten Modells – Grundplatte: 66,8 x 55,6 cm, Höhe: 32 cm!
Farbbilder des großen Vorbildes, eines gebauten Modells, sowie Bauzeichnungen ergänzen spanische, katalonische und englische Bauanleitung.
Modellkonstruktion: Josep M. Pobla de Herrera.
Seu Vella (katalanisch für „Alter Bischofssitz“ bzw. „Alte Kathedrale“) ist die ehemalige Kathedrale des Bistums Lleida in Katalonien.
Der Kirchhügel (Turó de la Seu Vella) über dem Fluss El Segre ist durch mehrere Ringe von Befestigungsanlagen aus dem 18. Jahrhundert gesichert, innerhalb dieser liegen sowohl die Überreste der Burg (Suda de Lleida oder Castell del Rei) als auch die Alte Kathedrale, die jeweils auf maurischen Vorgängerbauten errichtet wurden. Das Ensemble aus Festung, Burg und Kathedrale bildet ein nationales Kulturgut.
Vor der Invasion der Mauren stand auf dem Hügel bereits eine frühchristliche Kirche der Westgoten, die 832 zur Moschee umgebaut wurde.
Nach der Rückeroberung Lleidas durch Ramon Berenguer IV. von Barcelona wurde zunächst die Moschee als Kirche Santa Maria Antiqua weiterverwendet (geweiht am 30. Oktober 1149).
Im Jahre 1203 betrieb Bischof Gombau de Camporrells den Neubau einer damals modernen, romanischen Kathedrale, die Grundsteinlegung war am 22. Juli. Architekt war der überregional bekannte Pere de Coma. Geweiht wurde die noch unvollendete Kirche im Jahre 1278, zu dieser Zeit begann auch der Bau des Kreuzgangs, jedoch war das Gebäude erst mit der Fertigstellung der Kuppel und der anderen Dächer im Jahre 1286 in ihrer ersten Form vollendet. Im 14. Jahrhundert wurde der Kreuzgang fertiggestellt, und man begann mit der Errichtung des Glockenturms, der seinerseits 1431 vollendet wurde.
Über die folgenden Jahrhunderte wurden diverse Kapellen und andere Anbauten hinzugefügt, so dass die Kirche in einer gotisch-romanischen Übergangsmischform mit recht „unübersichtlichem“ Grundriss vorliegt, hauptsächlich besteht sie aus Hauptschiff mit zwei Seitenschiffen, einem Querschiff und fünf Apsiden. Im Kreuzungspunkt zwischen Haupt- und Querschiff bildet das Dach eine achteckige Kuppel.
Im Zuge des Spanischen Erbfolgekriegs (1701 bis 1714) besetzte im Jahre 1707 König Felip V. den gesamten Berg, ließ ihn zur Festung ausbauen und die Kathedrale in eine Kaserne umwandeln. Die Inneneinrichtung der Kirche ging größtenteils verloren, und das Gebäude verkam zunehmend zu einer vergessenen Ruine. Eines der gotischen Altarbilder wurde 1749 der Pfarrgemeinde von Albatàrrec übergeben. Inzwischen wurde in der Stadt eine neue Kathedrale (Seu Nova) im Barock- und Neoklassizismus-Stil errichtet.
1918 schließlich wurde die Kirche als Nationaldenkmal deklariert, jedoch konnten die Restaurierungsarbeiten erst ab 1948, nach Auflösung der Kaserne, beginnen. Während heute (2011) das Gebäude von außen wieder recht vollständig wirkt und der berühmte Kreuzgang eindrucksvoll restauriert wurde, präsentiert sich das Innere der Kirche schmucklos und aus nacktem Stein, bis auf Reste von Wandmalereien und einige wenige, zum Teil zeitgenössische, Artefakte.
Die letzte Restaurierungsmaßnahme, die Absicherung und äußerliche Reparatur des Glockenturms, begann im Dezember 2012 und sollte im folgenden Jahr abgeschlossen sein.
Als bauliche Besonderheit ist die Kirche nicht nach Osten ausgerichtet, sondern nach Nordosten (siehe Lageplan). Es gibt daher ein nordwestliches (linkes) und ein südöstliches (rechtes) Seitenschiff. Der Glockenturm steht an der Südecke. In der Literatur und auf Grundrissen wird dieser Umstand häufig ignoriert, und die tatsächliche Nordwestseite wird als Nordseite, die Südostseite als Südseite bezeichnet usw. (danke Wikipedia!)
Große des gebauten Modells – Grundplatte: 66,8 x 55,6 cm, Höhe: 32 cm!
Farbbilder des großen Vorbildes, eines gebauten Modells, sowie Bauzeichnungen ergänzen spanische, katalonische und englische Bauanleitung.